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EFB-Kolloquium: Bedeutung von Stahl und Aluminium im Leichtbau steigt deutlich

Das EFB- Kolloquium Blechverarbeitung am 2. und 3. April in Bad Boll war der Technologie-Jahrestreff für alle betroffenen Branchen, um in einer Veranstaltung den Jahresüberblick über die Trends und Neuerungen zu bekommen.

Die insbesondere von Experten der Industrie sehr gut besuchte Veranstaltung behandelte unter dem Leitthema „Wirtschaftliche Verarbeitung hochfester Werkstoffe für Leicht- und Funktionsbau" die Sektionen „Neue Verarbeitungsprozesse", „Fertigung von hybriden Bauteilen", „Verarbeitung Hochfester Bauteile" und „Funktionalität metallischer und hybrider Strukturen".

Treff-2019

Vertreter der Stahl- und Aluminium-Hersteller, thyssenkrupp, Salzgitter, Novelis, Hydro Aluminium Rolled Products, brachen eine Lanze für die metallischen Werkstoffe, die in ihren hoch- und höchstfesten Qualitäten beste Einsatzmöglichkeiten im Leichtbau bieten. Vor allem pressgehärtete Stähle und die hochfesten 7000er Aluminium-Werkstoffe sind hier auf dem Vormarsch.

Die Pressenhersteller Schuler und Andritz Kaiser, die das Kolloquium sponserten, berichteten über die Umsetzung der Digitalisierung und den Einsatz von Additive Manufacturing für Maschinen- und Werkzeugteile. Anwender aus der verarbeitenden Industrie stellten ihre neuesten Innovationen und Technologien zur Herstellung funktionaler Bauteile vor.

Verschiedene neuartige effiziente Erwärmungstechniken für das Presshärten ganzer Bleche oder von abgegrenzten Teilbereichen präsentierten Ebner Ofenbau, AP&T und Läpple Automotive.

Die Maschinenbauer der Universitäten Hannover, Cottbus, Stuttgart und Erlangen befassten sich mit der nahen Zukunft der zugehörigen Prozesse. Die Verbindung von hochfesten Metallen mit FVK zu Verbundbauteilen ist für spezielle Bauteile interessant, die die höheren Kosten rechtfertigen.

Das Thema Recycling wird insbesondere bei den hybriden Bauteilen mit FVK jedoch noch weitgehend ausgeklammert und muss in Zukunft stärker behandelt werden.

Die Beiträge des Kolloquiums sind im EFB-Tagungsband Nr. 48 erschienen, der über die EFB bezogen werden kann. (ISBN 978-3-86776-560-2)


Auf der festlichen Abendveranstaltung wurde Rainer Menten, Mitglied der Geschäftsleitung von a.i.m. All-In-Metal GmbH in Markgröningen für seine ehrenamtliche Mitwirkung im Vorstand der EFB über mehr als 10 Jahre geehrt.

Ehrung-Menten

Rainer Menten (links) mit EFB-Präsident Klaus Bernd Linnig.

Verabschiedung aus dem EFB-Forschungsbeirat

Der Forschungsbeirat der EFB hat entsprechend der EFB-Satzung die Aufgabe, den Vorstand und der EFB-Forschung zu unterstützen. Er ist somit eine tragende Säule in der qualitativen Arbeit der EFB und übergreifend wirksam für die mit der Blechverarbeitung verbundenen Industriezweige. Er setzt sich zusammen aus angesehenen Fachleuten und strategischen Technologen der Mitgliedsunternehmen und Forschungseinrichtungen und bildet die Breite der in der EFB bearbeiteten Themenfelder ab.

Es wurden zwei namhafte Persönlichkeiten geehrt und verabschiedet, die lange Zeit der EFB verbunden sind und seit etwa 20 Jahren den Forschungsbeirat mit ihrer außerordentlichen Expertise, Schaffenskraft und Ideenfülle unterstützt und qualitativ geprägt haben: Professor Dr.-Ing. Karl Roll, ehemals Daimler AG, und Dr.-Ing. Josef Meinhardt, BMW AG.

Ehrung-Meinhardt-Roll

Ein wehmütiger Moment der Dankbarkeit und des Abschieds. (von links: Dr.-Ing. Holger Heyn, Volkswagen AG, Vorsitzender des EFB-Forschungsbeirates, Dr.-Ing. Josef Meinhardt, Dipl.-Ing. Klaus Bernd Linnig, Schuler Pressen GmbH und EFB-Präsident, Professor Dr.-Ing. Karl Roll und Dr.-Ing. Norbert Wellmann, Geschäftsführer der EFB)

Für die künstlerische Umrahmung des Abends sorgte Katrin Weißensee mit visueller Zauberei. Die bekannte Sandmalerin führte im Jahr 2007 die noch völlig unbekannte Kunst auf Deutschlands Bühnen ein. 

Sandmalerei

Von ihrer Hand entstehen mit feinem Sand Bilder, die auf einer beleuchteten Glasplatte schweben und auf die Leinwand projiziert werden; flüchtige Szenen, ihre Veränderung, ihre Übermalung. Die Faszination liegt in der Vergänglichkeit. So entstehen passend zur Musik Geschichten.

 


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