Kalender

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29
Sie sind hier:
.

Verfahrensentwicklung kombiniertes Nach- und Konterschneiden

AiF-Nr.:

19496N

EFB-Nr.:

13/116

Kurztitel:

Nach- und Konterschneiden

Laufzeit:

01.01.2018 - 31.12.2019

Forschungsstelle:

IFU Stuttgart


Projektbeschreibung

19496N

Die Kantenrissempfindlichkeit schergeschnittener Kanten ist im Vergleich zu spanend hergestellten Kanten deutlich ausgeprägter. Hierbei spielt das Restumformvermögen in der Schnittkante eine entscheidende Rolle. Bedingt durch diese deformierte Gefügestruktur und die Kaltverfestigung in der Schnittfläche entstehen Kantenrisse bei darauffolgenden Umformoperationen. In der Praxis wird das zweistufige Nachschneiden angewandt, um das Umformvermögen im Weiterzug zu steigern. Beim klassischen Nachschneiden wird in der ersten Stufe konventionell gelocht. In der zweiten Stufe verringert das Nachschneiden, bedingt durch den kleinen Schneidspalt und den einhergehenden reduzierten Werkstofffluss in der Schneidzone, die Aufhärtung der Kante durch Scheren. Beim Nachschneiden entsteht wie beim Normalschneiden ein Schnittgrat am Bauteil. Mit der stetig steigenden Qualitätsanforderung an umformtechnisch hergestellte Blechbauteile und dem Anspruch an die technische Sauberkeit im Prozess wird die Forderung nach Grat- und Flitterfreiheit im Herstellprozess immer größer. Beim Verarbeiten von z. B. Feuerverzinkten Stahlwerkstoffen entstehen kleine Flitterpartikel, welche Druckstellen auf der Oberfläche des Bauteils verursachen und den abrasiven Verschleiß der
Werkzeugaktivelemente erhöhen.

Ziel dieser Untersuchung ist die Entwicklung eines neuen Verfahrens, mit dem durch einen zweistufigen Prozess gratfreie Schnittkanten mit einer geringen Kantenaufhärtung hergestellt werden können. Eine Kombination des Nachschneidens mit dem Konterschneiden ermöglicht eine Steigerung des Umformvermögens von schergeschnittenen Kanten und zugleich gratfreie Schnittflächen mit einem hohen Glattschnittanteil. Der Anwender benötigt somit keinen nachgelagerten Prozess zum Entgraten der Bauteile, da die Schnittgratbildung direkt durch den Konterschneidprozess verhindert wird.

 


 

.

xxnoxx_zaehler