Großserienfertigung von metallischen Bipolarplatten für Brennstoffzellen

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K-2021-Schuler1


Kernthesen:

  • Für einen flächendeckenden Einsatz von Brennstoffzellenantrieben ist eine signifikante Kostenreduktion erforderlich, die nur durch Industrialisierung in Richtung Großserienfertigung erreicht werden kann.
  • Der Markt für metallische Bipolarplatten als Kernkomponente von Brennstoffzellen entsteht zurzeit und stellt ein potentielles Geschäftsfeld für viele Betriebe dar, die heute in der Umformtechnik aktiv sind.
  • Schuler bietet Anlagentechnik für die Großserienfertigung von metallischen Bipolarplatten an, mit der bis zu 20 Mio. Bipolarplatten pro Jahr gefertigt werden können.

Zusammenfassung:

Der Einsatz von Brennstoffzellenantrieben in der Automobilindustrie in Zusammenhang mit grünem Wasserstoff wird aktuell in breiter Öffentlichkeit diskutiert. Nach einer Studie des VDMA ist im Jahr 2040 in Europa ein Umsatz von 11 Milliarden Euro für Brennstoffzellenkomponenten im PKW möglich.

Voraussetzung für eine flächendeckende Verbreitung der Antriebstechnologie ist neben der Verfügbarkeit ausreichender Mengen grünen Wasserstoffs eine signifikante Reduktion der Fertigungskosten von Brennstoffzellen. Dies kann nur durch eine Industrialisierung hin zur Großserienfertigung erreicht werden. Bei der Kernkomponente Bipolarplatte ist bereits heute ein Wandel von einer Prototypen- und Kleinstserienfertigung zur Serienfertigung mit größeren Stückzahlen zu beobachten.

Für die anstehende Großserienfertigung von metallischen Bipolarplatten für Brennstoffzellen hat Schuler spezielle Anlagentechnik entwickelt. Mit den „Bipolar plate Production Lines" können jährlich bis zu 20 Mio. Bipolarplatten gefertigt werden. Basis ist eine servoangetriebene Kniehebelpresse, die auf die speziellen Anforderungen der umformtechnischen Herstellung von Bipolarplatten adaptiert ist. Alleinstellungsmerkmal ist eine zweiseitige Materialzuführung, so dass mit jedem Pressenhub die beiden Hälften der Bipolarplatte - Anode und Kathode - gleichzeitig gefertigt werden. Mittels eines innovativen, auf Linearmotorantrieben basierenden Transfers können Anode und Kathode in der Mitte der Presse aufeinandergelegt und schweißtechnisch verbunden werden.


Referent: Dr.-Ing. Hermann Uchtmann, Schuler Pressen GmbH


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