Digital transparente Prozessketten durch hochauflösende Sensorik und Modellierung

Kernthesen
- Die digitale Abbildung von Prozessketten bildet die Grundlage für die Verbesserung der Produktqualität und Effizienz des Fertigungsprozesses.
- Digitalisierte Prozessketten erfordern prozessintegrierte, zerstörungsfreie Sensorik.
- Die LinkedFactory-Datenarchitektur bietet eine hochflexible Lösung zur Verwaltung von produkt-, prozess- und maschinenbezogenen Produktionsdaten.
Zusammenfassung
Die Überwachung von Umformprozessen ist unerlässlich, um die Produktqualität und Effizienz zu gewährleisten. Am Beispiel des Scherschneid-Kragenziehens wurde eine digitalisierte Prozesskette exemplarisch aufgebaut. In diesem Beitrag wird die eingesetzte Sensorik und Aktorik entlang der Prozesskette vorgestellt und ausgewählte, innovative Teilsysteme vertiefend diskutiert. Im Fokus steht eine prozessintegrierte, zerstörungsfreie Erfassung der Schnittflächen unter Nutzung eines Laser-Profilometers. Weiterhin wird ein neuartiger Kraftsensor vorgestellt, der in der Lage ist, Kräfte beim Stanzen und Kragenziehen mehrdimensional zu erfassen.
Bei diesem Sensor kommen drei piezoelektrische Dehnungssensoren auf Basis der PZT-Dickschichttechnologie zum Einsatz, die in einem Winkel von 120° zu einem multidimensionalen Kraftsensor angeordnet sind. Der entwickelte Sensor wurde erfolgreich in ersten Funktionstests bezüglich der lokalen Erkennung von minimalen Prozessanomalien, z. B. der Position von Rissen und Einschnürungen während des Kragenziehens, erprobt.
Die Gesamtheit der erfassten Daten werden unter Anwendung des LinkedFactory-Konzepts in einem Wissensgraph-basierten Prozessmodell mit Produktbezug als Grundlage für einen digitalen Zwilling der Prozesskette zusammengeführt.
Darstellung des Nutzens für KMU
- Verbesserung der Produktqualität mit Hilfe durchgehender Prozessüberwachung
- neuartige, prozessintegrierte und zerstörungsfreie Sensorik
- digitale Abbildung von Prozessen und Prozessketten sowie entsprechendes Datenmanagement
Referent: Prof. Dr.-Ing. Martin Dix, Institutsleiter - Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, Chemnitz
Europäische Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e.V.
Expertennetzwerk und Industrieforschung für die Zukunftsfragen und -lösungen der innovativen Unternehmen und Forschungseinrichtungen

Profil der EFB
Die EFB organisiert und fördert Industrieforschung als Gemeinschaftsprojekte, an denen sich Experten aus Industrie und Forschung beteiligen können, oder direkt Projekte vorschlagen. In Facharbeitskreisen werden Projektideen und laufende Projekte vorgestellt, diskutiert und bewertet.
Die EFB berät und initiert zukunftsgerichtete Forschungs-Roadmaps der Industrien.
Sie stellt den Wissenstransfer der Projektergebnisse über unterschiedliche Kanäle, wie Veranstaltungen und Messen sicher. Es werden kontinuierlich und zweckgebunden Kontakte zwischen Geschäfts- und Forschungspartnern, sowie Anwendern und Zulieferern entwickelt.
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Die von den Forschungseinrichtungen bearbeiteten Projekte behandeln Themen aus der gesamten Technologiekette der Blechverarbeitung.
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Sie kommen in Kontakt mit Experten der gesamten Technologiekette der Blechverarbeitung, mit OEM, Zulieferern, Anwendern, Systementwicklern. So lernen Sie die vorhandenen Lösungen für Ihre Fragestellungen sowie die zukünftigen Trends kennen und finden kompetente Fachleute als Ansprechpartner.
Wissensvorsprung
Beteiligen Sie sich an Projekten zu neuen Werkstoffen und verarbeitenden Technologien. KMU und Gtroßunternehmen erhalten so Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen und können ihre eigene Innovationskraft im Industriekreis prominent darstellen. Lernen Sie interdisziplinär die neuen Entwicklungen im Maschinenbau kennen und nutzen Sie auch die Möglichkeit, Kontakte zu künftigen Nachwuchskräften zu knüpfen.

