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Erweiterung der Anwendungsgrenzen von Blindbefestigern zum Verbinden höherfester Stähle

AiF-Nr.:

20037BR

EFB-Nr.:

03/117

Kurztitel:

Blindbefestiger hochfest

Laufzeit:

01.08.2018 - 31.01.2021

Forschungseinrichtung:

IGP Rostock


Projektbeschreibung

Höherfeste Baustähle (S500...S960) verdrängen mehr und mehr normalfeste Stähle. Zur Herstellung der Verbindungen werden konstruktionsbedingt zunehmend Blindbefestiger (Schraubniet, Blindniet, Blindbolzen) nachgefragt. Die praktische Umsetzung scheitert jedoch oft am Mangel eines geeigneten Bemessungskonzepts. Alternativ kann die Tragfähigkeit nur durch sehr kosten- und zeitaufwändige Untersuchungen nachgewiesen werden. Dies ist insbesondere für KMU problematisch.

Derzeitige Bemessungskonzepte berücksichtigen die positiven Effekte der höheren Werkstofffestigkeit und deren Leistungsfähigkeit nicht. Besonderes Potential wird in der nachweislich höheren Ermüdungsfestigkeit gesehen. Durch experimentelle und numerische Untersuchungen soll daher zunächst systematisch das Last-Verformungs-Verhalten von Verbindungen mit höherfesten Stählen charakterisiert werden. Hintergrund ist die abnehmende Verformungsfähigkeit, die sich mit zunehmender Bauteilfestigkeit einstellt und Auswirkungen auf das Trag- und Verformungsverhalten nimmt. Zum anderen soll der höheren Ermüdungsfestigkeit Rechnung getragen werden. Im Ergebnis stehen dem Endanwender Bemessungsparameter für statische und schwingende Beanspruchung zur Verfügung.

Die Bemessungsparameter sollen dazu in das derzeit noch im Entwurf befindliche DVS/EFB-Merkblatt 3430-2 „Bemessung von Blindnietverbindungen" einfließen, welches Werkstoffe bis S420 berücksichtigt. Über das Merkblatt werden die Projektergebnisse einem breiten Anwenderkreis zugänglich gemacht. Langfristig ist zudem die Überführung in das europäische Normenwerk geplant (Eurocode 3).

Vom Bemessungskonzept profitieren besonders KMU, die als Zulieferer, Stahlbau-, Montagefirmen sowie Ingenieurbüros tätig sind, da diese oft über keine F&E-Kapazitäten verfügen. Eine beanspruchungsgerechte Bemessung der Verbindung ermöglicht zudem eine höhere Ausnutzung der Werkstoffe führt zu schlankeren und wirtschaftlicheren Konstruktionen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von KMU.


 

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