Lokale Verfestigung von Tiefziehteilen auf mehrachsigen Servopressen durch angepasste Bewegungsprofile

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AiF-Nr.:

19007BR

EFB-Nr.:

19/115

Kurztitel:

Lokale Verfestigung

Laufzeit:

01.04.2016 - 31.03.2018

Forschungsstelle:

IWU Chemnitz


19007BRProjektbeschreibung

Die Umformung von hochfesten Blechhalbzeugen ist problematisch. Neben auftretendem Verschleiß ist eine wesentliche Prozessgrenze, dass die Ziehkräfte sehr hoch sind und so die übertragbare Last in der Zarge schnell erreicht wird. Das betrifft v. a. Werkstoffe mit Umformmartensitbildung; z.B. hochfeste Stahlwerkstoffe und austenitischen Edelstahl. Die realisierbare Komplexität der Einzelteile ist deutlich niedriger als bei den üblichen Ziehstählen, z.B. DX56. So sind in der automobilen Schalenbauweise der Konstruktion mit hochfesten Blechen enge Grenzen gesetzt. Eine weitere Anwendungsgrenze betrifft die Eigenschaften von tiefgezogenen Bauteilen. Mit der gegenüber dem Zargen- und Flanschbereich geringen Kaltverfestigung im Bodenbereich werden häufig Nutzungsmöglichkeiten vor allem von stark kaltverfestigenden Werkstoffen im Endprodukt beschränkt. Z.B. kann bei der Gasflaschenfertigung der nicht kaltverfestigte Bodenbereich die maximale Belastbarkeit des Produktes bestimmen. Wirtschaftliche Problemstellung: Um die o.g.
technischen Problemstellungen wirtschaftlich zu lösen ist die Maschinentechnik eine Voraussetzung. Mit mehrachsigen Servo-Pressen sind neue Kinematiken möglich, die ohne Spezialmaschinentechnik Tiefziehgrenzen erweitern und Produkteigenschaften verbessern können. Die Nutzung von Servo-Pressen durch Anpassung der Geschwindigkeitsverläufe zur Produktivitätserhöhung ist Stand der Technik. Die Erweiterung von Verfahrensgrenzen ist wirtschaftlich bedeutend und ist noch nicht Stand der Technik. Für hochfeste Bleche werden mit zwei neuen Verfahrensvarianten Vorteile beim Ziehen und bessere Produkteigenschaften angestrebt. Das im Projekt zu generierende Basiswissen für Anwender von Servo-Pressen zeigt neue Nutzungsmöglichkeiten, wodurch eine wirtschaftlichere Ausnutzung der verfügbaren Anlagen unterstützt und die Abschätzung neuer Märkte möglich wird. Mit den zwei neuen Verfahrensvarianten soll eine deutliche Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit erzielt werden.


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