Warmumformung von 7xxx-Aluminiumlegierungen

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AiF-Nr.:

18944N

EFB-Nr.:

12/213

Kurztitel:

7xxx-Aluminiumlegierungen

Laufzeit:

01.12.2015 - 30.11.2017

Forschungsstellen:

IFUM Hannover, IW Hannover


Projektbeschreibung

Großes Leichtbaupotenzial lässt sich für Außenhautkomponenten und Innenteile durch Verwendung des Blechwerkstoffs Aluminium am Fahrzeug erschließen. Auch Strukturkomponenten werden aus Aluminium hergestellt. Üblicherweise kommen für Innenteile die gut umformbaren 5xxx-Aluminiumlegierungen und für Außenhautteile die fließfigurenfreien und aushärtbaren 6xxx-Aluminiumlegierungen zum Einsatz. Tragende hochfeste Strukturbauteile am Fahrzeug, die vornehmlich dem Insassenschutz dienen, werden heutzutage meist durch Presshärten von Mangan-Bor-Stählen hergestellt. Hierdurch ist ein großes Leichtbaupotenzial gegeben, welches durch Einsatz hochfester 7xxx-Aluminiumlegierungen, die sich für Anwendungen in der Luftfahrt etabliert haben, noch deutlich steigern lässt.
Das Forschungsziel besteht in der Entwicklung von Prozessrouten zur Herstellung von hochfesten Strukturbauteilen aus 7xxx-Aluminiumlegierungen. Hierfür soll das Blechmaterial temperiert tiefgezogen werden. Optional soll nach dem Tiefziehen ein zusätzlicher Schritt zur Voraushärtung eingeführt werden, der aus einer Wärmebehandlung (Auslagerung) besteht. Weiter folgt dann die Aushärtung im KTL-Prozess, letztlich beim Lackeinbrennen. Das Ziel ist eine hohe Endfestigkeit.
Alternativ zum konventionellen Presshärten bietet sich das Warmumformen von hochfeste 7xxx-Aluminiumlegierungen zur Herstellung von Strukturbauteilen an mit dem Bestreben die Leichtbaugüte zu verbessern. Mögliche Hauptnutzer sind sämtliche Hersteller von Strukturblechteilen, wobei hier viele KMU als Zulieferer beteiligt sind.


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